Die Krähe

Text: traditionell, aus Schweden; dt. Version: Hraban nach Klaus Hoffmann und turi
Lied auf Youtube (etwas anderer Text)

Der Bauer, der ging in den Winterwald,
hejom, fejom, Schnee fiel in der Nacht,
sein Bart war voll Reif, und die Füße waren kalt,
hejom, fejom, die Krähe hat gelacht.

Im allerersten Baume saß ein schwarzes Tier,
hejom, fejom …
das war eine Krähe, und die schrie so laut wie vier,
hejom, fejom …

Da rannte er nach Hause und schrie in höchster Not:
hejom, fejom …
»Hilfe, hilfe, helft mir doch, die Krähe beißt mich tot!«
hejom, fejom …

Seine Frau aber saß zu Hause und spann.
hejom, fejom …
»Wann, frag ich, biss denn je ’ne Krähe einen Mann?«
hejom, fejom …

Da glaubte der Bauer das selbst nicht mehr,
hejom, fejom …
er ging wieder in den Wald, in der Hand sein Gewehr.
hejom, fejom …

So schoss er die Krähe und trug sie nach Haus‘
hejom, fejom …
und zog aus dem Talg gleich zwölf Kerzen daraus.
hejom, fejom …

Auch der Braten von dem Krähenfleisch war riesengroß;
hejom, fejom …
die Bauersleute schmatzten wie die Scheunendrescher los.
hejom, fejom …

Sie stopften mit den Daunen die Betten aus,
hejom, fejom …
von da an schlief jeder schön warm in dem Haus.
hejom, fejom …

Aus der Haut, da machte er zwölf Paar Schuh’,
hejom, fejom …
und die Oma, die kriegte Pantoffeln dazu.
hejom, fejom …

Dann hat der Bauer an sein Dorf gedacht
hejom, fejom …
und hat aus dem Kopf einen Turmhahn gemacht.
hejom, fejom …

Am nächsten Tag, da ging er wieder in den Wald,
hejom, fejom …
und dann saß da die Krähe, und da wurd’ ihm heiß und kalt.
hejom, fejom …