Gevatter Hein

(Melodie: Nehmt Abschied, Brüder)

So spuckt auf ihre Überzahl,
Den Mut nehmt ihr uns nicht,
Für uns ist Rückzug keine Wahl:
Nach vorn mit uns ins Licht!

Wir stehn, wie unser Eid befiehlt
Und weichen keinen Zoll
An uns führt nun kein Weg vorbei,
Das Maß ist übervoll.

Nun vorwärts, Brüder, nicht allein
Die Kampfeswut, sie kocht
Ein jeder wird mein Bruder sein,
Der Mittwegs mit uns focht.

Und fällt mein Bruder neben mir
Und müd wird auch der Arm,
Ist unsre Rüstung noch so kalt,
Die Treue hält uns warm.

Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss
Der Sieg im Morgenrot.
Das Schlachtglück liegt in Finsternis
Und bei uns steht der Tod.

Begrüßt ihn, Freunde, denn, fürwahr,
Gut Freund wird er uns sein.
Er ist am Ende für uns da,
Zuletzt, Gevatter Hein.

Sagt einst dann meinen Kindelein,
Wenn Hein im Staube liegt:
Wir mögen wohl begraben sein,
Tot wohl, doch nicht besiegt!