Der schönste Bursche aus Festenstein

Ich kannte einen Burschen aus Krat an der Kesch
Der hatte stramme Waden und war auch sehr fesch
Doch hört‘ ich wie ein jedes der Mädchen dort schrie:
Er wär zu schad für mich alleine und er dacht wie sie

Doch all das ist vergangen und bin ich allein,
denk ich nur an den einen aus Festenstein.

Ich kannte mal einen Burschen aus Serion
Der war sehr klug und er war auch sehr fromm
Er war nicht nur fromm, sondern war auch sehr keusch
Ich saß im Bett, er an den Büchern – da bin ich entfleucht.

Doch all das ist vergangen und bin ich allein,
denk ich nur an den einen aus Festenstein.

Ich kannte einen Burschen aus dem Twalach Horat
Er hatte meergrüne Augen und aß nur Salat.
Wir gingen spazieren, sein Haar weht‘ im Wind,
Da sah ich seine spitzen Ohren, und war fort geschwind.

Doch all das ist vergangen und bin ich allein,
denk ich nur an den einen aus Festenstein.

Der nächste, den ich mochte, der kam aus Schwarzstein
Er wusch sich nur sonntags und roch wie ein Krokus.
Doch fällte er Bäume, immer war er im Wald,
Da dacht ich eines schönen Tages: Dann geh ich halt.

Doch all das ist vergangen und bin ich allein,
denk ich nur an den einen aus Festenstein.

Und dann hatt ich einen, der kam aus Waldfeste
Er war so muskulös und im Ringen der beste.
Doch merkte ich: Jemand war stärker als er,
Und das war seine grobe Mutter, und die hasste mich sehr.

Doch all das ist vergangen und bin ich allein,
denk ich nur an den einen aus Festenstein.

Und dann war da der Bursche aus Festenstein
Ich wusste gleich: Keiner würd besser sein
Er war schön, er war stark, jedes Wort ein Gedicht,
Nur er war der vollkomm’ne Bursche – doch er wollt mich nicht.

Doch all das ist vergangen und bin ich allein,
denk ich an all die Burschen, ich find schon noch ein‘