An der Golscha

In endloser Folge trägt mächtig die Golscha
Die mächtige Golscha die Wellen ohne Rast.
An wogenden Ähren vorbei bis zum Meere
Fließt mächtig die Golscha und ich bin siebzehn fast.

Die Mutter sagte mir Auf Wiedersehn,
Lass in der Ferne wohl es dir ergehn.
Und kehrst du wandermüde endlich heim,
Tauch deine Hände in die Golscha ein.

In endloser Folge trägt mächtig die Golscha
Die mächtige Golscha die Wellen ohne Rast.
An wogenden Ähren vorbei bis zum Meere
Fließt mächtig die Golscha und ich bin dreißig fast.

Der erste Ruderschlag, dein erster Kuss
Sind längst dahin, verschlungen von dem Fluss.
Und ist mein Lebensfrühling auch vorbei,
Bleibt deine Liebe dennoch fest und treu.

In endloser Folge trägt mächtig die Golscha
Die mächtige Golscha die Wellen wunderbar.
So fließt sie zum Meere, ich liebe, verehre
Die mächtige Golscha wohl an die siebzig Jahr‘.

Hier ist mein Heim, sind meine Freunde auch,
Ist, was ich liebe und zum Leben brauch.
Durch sternenstille Nacht von weither klingt
Mein Lied, das nun ein andres Mädchen (andrer Bursche) singt:

In endloser Folge trägt mächtig die Golscha
Die mächtige Golscha die Wellen ohne Rast.
An wogenden Ähren vorbei bis zum Meere
Fließt mächtig die Golscha und ich bin siebzehn fast.