Redewendungen

Ausdrücke und Redewendungen

Der Glauben an den Erbauer und die Geschichte des Landes haben natürlich auch die Sprache der Danglarer geprägt. Hier sind einige der gebräuchlicheren Redewendungen und was sie bedeuten:

“die Augen eines Zauberers haben”: Lügen und Täuschungen anderer Menschen schnell durchschauen.

Dieser Ausdruck geht darauf zurück, dass damals die Magier Danglars den wahren Charakter des Verblendeten durchschauten und den Falghaten warnten. Der Ursprung ist aber durch die Auslöschung verschwunden und dem Volk selbst nicht mehr bekannt.

“Kellnan-Sieg”: ein Sieg, von dem der Sieger wenig hat.

Dies bezieht sich auf die Schlacht von Kell’n-Ann-Rhearr. Der Feldherr der damaligen Schlacht sagte nach dem knappen Sieg in der Schlacht gegen die Orks, bei dem ein Großteil seiner Truppen verloren gingen: “Noch so ein Sieg, und wir sind verloren.”

“jemandem den Efeu wünschen” – eine Verwünschung, ein Ausdruck ähnlich, wie “die Pest an den Hals wünschen”.

Dieser Ausdruck beruht darauf, daß in alten Schlachten gegen den Waldfürsten eine von Efeu bewachsene Stadtmauer durch die Pflanze zum Einbruch gebracht wurde. Viele Stadtmauern sind bewachsen; große Angriffe, bei denen Derartiges passiert, kommen aber nicht mehr vor. Der Ausdruck ist geblieben.

“etwas mit Thoroshänden anfassen” – etwas schonungslos aufklären und nicht lockerlassen, egal, ob es weh tut.

Dieser Ausdruck geht auf eine alte Legende über die Schlacht der Getäuschten zurück. Auf dem Weg dorthin soll eine Kreatur des Täuschers alle Krieger des Fürsten mit Blindheit geschlagen haben – doch einer der Recken, ein Mann namens Thoros, fand das Wesen und erwürgte es mit bloßen Händen, obwohl es ihn mit seinen Dornen durchbohrte. Als die anderen ihr Augenlicht wiedererlangten, fanden sie Thoros tot über der Leiche des Wesens, die blutenden Hände noch um den Hals des Feindes.

“starrsinnig wie Thoros” – sehr hartnäckig sein.

Beruht auf der gleichen Legende über Thoros, den Krieger, der seinen Feind noch im Tod bekämpfte.

“dem Ochs’ vor den Hufen stehen” – eine Sache, an der man interessiert ist, selbst behindern.

Bezieht sich auf die Feldarbeit der Bauern von Danglar. Zu dem, der hinter dem Pflug geht, kommt nach Möglichkeit ein weiterer Helfer, der vor dem Gespann den Boden absucht. Geht er zu langsam, hält er die Arbeit aller auf.

“Kein Blut, keine Demut.” – eine Variante von “Nichts passiert, alles in Ordnung”.

Wird üblicherweise benutzt, wenn jemand sich für etwas entschuldigt und man ihm daraufhin sagen will, dass alles halb so schlimm ist. Bezieht sich auf die übliche leichteste Ordensverwarnung, das “in Demut stehen” und besagt sinngemäß, dass es, weil kein Leid angerichtet wurde (”Kein Blut”), auch keine bestrafende Reaktion geben muß (”keine Demut”). Kann unter Umständen auch im Sinne von “Wo kein Kläger, da kein Richter” verwendet werden.

„Hoffnung ist wie Ordenswahn – in zu großen Mengen benebelt sie nur.“
Daneben gibt es noch einige Ausdrücke, die in Danglar nicht so gut gelitten sind und durchaus zu Problemen führen könne. “Ich könnte Bäume ausreißen” und “Ich nehme kein Blatt vor den Mund” sind noch recht harmlos; die Frage “Wollt Ihr hier Wurzeln schlagen?” kann dagegen böse enden …

Altdanglarische Schimpfwörter

“Parack!”
Dieses Wort geht auf den Namen des hingerichteten Letzten Thaumatokraten vom Weg des Bleichen Gebeins zurück, Thargekh vel Paragk. Obwohl keiner seinen Namen mehr kennt, ist er als Fluch erhalten geblieben, sowohl für Personen wie auch als allgemeiner Fluch.

“Gattador”
Dummkopf

“Twalach”
Elf

“ch’gavahad”
“das Loch hinten”

“Namash!”
Halt den Mund!

“Wurckja”
wörtlich: das nutzlose zipfelige Ende einer Wurst

“Dettpre”
Idiot

“Haratt”
jemand, der grundlos die Nase hochträgt

“Rack”
Dreck

“Rashk” (Fluch)
Dunkelheit

“Gathespre” (Fluch)
Unglück