Die Wuchernden: Mindere Eminenzen und das Kraut

Mindere Eminenzen sind mutierte Dryaden, die für den Waldfürsten von enormer Wichtigkeit sind: Sie produzieren Setzlinge, die in Menschen eingesetzt werden, um sie zu Sklaven des Waldfürsten mutieren zu lassen, oder in Wälder, um dem ihm Zugriff auf neue Gebiete und die Pflanzen dort zu verschaffen.

Mindere Eminenz

 

Für die Verbreitung des Waldfürsten sind mutierte Dryaden, sogenannte „Mindere Eminenzen“, von größter Wichtigkeit.

Mutation einer Dryade

Es gibt zwei Arten für ihn, sich weitere „Mindere Eminenzen“ zu beschaffen.

Die erste Methode: Er wuchert das der Dryade gehörende Gebiet mit dem KRAUT zu. Diese Methode hat einige Vorteile: Sie ist sicher, die Dryade merkt oftmals selbst nichts davon, und wenn, kann sie wenig dagegen tun. Direkte Anbeter des Waldfürsten werden während des Prozesses nicht exponiert oder gefährdet. Unbeteiligte erkennen das KRAUT selten als das, was es ist. Während des Prozesses entstehen oftmals zufällig Geschändete, die aus dem KRAUT heraus mutiert werden. Sie durchstreifen dann das Gebiet und schirmen den Vorgang weiter ab. Wird der „Stammbaum“ der Dryade erreicht und überwuchert, mutiert sie binnen kürzester Zeit zu einer Minderen Eminenz, einem verkehrten Wesen unter der Kontrolle des Waldfürsten. Der Nachteil der Methode: Sie ist langsam. Es kann Monate dauern, bis das Waldgebiet tatsächlich komplett bewuchert und übernommen ist. In der Regel hat der Waldfürst aber Zeit im Überfluss.

Die zweite Methode ist sehr viel direkter und wird in dringenden Fällen benutzt. Vergelter und Geschändete fallen ein und sichern das Gebiet, Verkünder rücken nach. Besondere Menschen- (Elfen-, Zwergen-, etc.) Opfer werden gebracht. Der Baum der Dryade wird mit einem Ritualkreis umgeben und rituell mit dem Blut der Geopferten gegossen, die Dryade wird also praktisch auf Menschenblut angefüttert. Schlussendlich wird ein Setzling in den Hauptbaum der Dryade eingebracht. Es entsteht eine Art Fleischfressender Dryade, die sich von der mit der ersten Methode geschaffenen unterscheiden: Sie sind physisch stärker und aktiver, sind hauptsächlich manifestiert und frei beweglich. Auch sind sie sehr kampfstark und aggressiv, sie fallen gern direkt Menschen an und fressen sie. Manchmal wird diese Form auch als „Mediocre Eminenz“ bezeichnet, aber eigentlich nur von Gelehrten. Diese Methode der Übernahme führt binnen Stunden, maximal Tagen zum Ziel.

Mutation des Waldes und Produktion von Setzlingen

Ist die Dryade erst einmal mutiert, beginnt die Mutation des umliegenden Waldes. Wochen später ist der Wald zu einer Region des Waldfürsten geworden, Verkünder, Vergelter und Geschändete haben hier besondere Fähigkeiten. Da praktisch jeder Wald eine Dryade hat, und sei sie auch noch so alt oder versteckt, hilft eine dieser Methoden fast immer. Dryadenfreie Wälder sind noch einfacher zu übernehmen, hier genügt die Einbringung normaler Setzlinge in bestimmte Stellen des Waldes.

Eine mutierte Dryade beginnt nach wenigen Tagen, inaktive Setzlinge zu produzieren. Sammler pflücken sie und bringen sie zu den Verkündern, die können sie mit einem Zauber aktivieren und somit Vergelter und Geschändete schaffen. Aktivierte Setzlinge sind aber auch noch anderweitig zu verwenden. Mit einigen Setzlingen können Verkünder eine neue Brutstelle des KRAUTES schaffen und damit dann die Eroberung weiter fortsetzen.

In seltenen Fällen wird ein sogenannter „Veredelter Setzling“ von den Minderen Eminenzen produziert – mit ihm lassen sich neue Verkünder schaffen. Dies ist stets ein Grund zu großer Freude für alle Beteiligten, auch wenn die Verkünder und ihre Gefolgsleute emotionslose Wesen sind.

Unter extrem glücklichen und äußerst seltenen Umständen entsteht aus dem gepflanzten KRAUT eine sogenannte EKSTASE – ein gewachsenes magisches Artefakt, das ein Fragment des Waldfürsten selbst enthält.