Die Kampftruppen: Geschändete, Vergelter und Verkünder

 “ Wir waren eine Seuche. Wohin wir auch gingen, der Wald war des Todes, und fauliges, fremdes Gestrüpp folgte uns. Doch jetzt sind wir erleuchtete Wesen, fähig, eins mit dem Wesen aller Dinge zu werden. Wir sind bereit für den Sendboten des Waldfürsten…“

Enrod Kemlar, vor dem Empfang des Setzlings, der ihn zu einem „Diener“ machte

 

Geschändete sind bedauernswerte, aber gefährliche Kreaturen. Ursprünglich waren sie normale Menschen oder andere Wesen (Elfen, Orks o.ä.), die dann mit einem Setzling belegt wurden. Die Pflanze mutiert das Wesen und verändert es zu einem Geschändeten, der dann unter der Kontrolle des Waldfürsten steht. Die Individualität des ursprünglichen Wesens geht verloren, nur ab und zu blitzt die gefangene Seele durch – dann bleibt ihr aber wenig mehr als verzweifelt und schmerzgeplagt um Hilfe zu rufen, während der Waldfürst weiter seine Handlungen lenkt.

Auch äußerlich sind Geschändete verändert – dabei gibt es Leichtgeschändete, die nur über leichte Veränderungen an Haut und Körper verfügen, und Schwergeschändete, die stark verändert sind: Äste statt Arme, eingewachsene Waffen, komplett verwachsenes Gesicht o.ä. Letztere werden auch Urt genannt.

Geschändete leben theoretisch ewig, so dass auch die Qualen des geschändeten Wesens ewig dauern – die Kraft des Waldfürsten sorgt für eine stete Regeneration.

Alle Geschändeten sind verwundbar gegen Feuer und unempfindlich gegen Kälte. Sie sind gegen geistesbeeeinflussende Zauber immun, auch Verwandlungszauber aller Art fruchten bei ihnen nicht, da sie bereits einer extremen Verwandlung unterliegen.

Bei den Geschändeten gibt es verschiedene Klassen, je nachdem, um was für ein Wesen es sich gehandelt hat.

Menschen „Diener“
Normale Standardkrieger sozusagen. Sie sind leicht bis schwer mutiert, je nach Zeit und Widerstandskraft, und demzufolge mehr oder weniger gefährlich. Sie sind robust und widerstandsfähig.
Orks „Vernichter“
Kräftiger, wilder, aggressiver als Diener. Sie sind bewegungsreduziert, sehr kräftig und extrem widerstandsfähig. Sie stellen das Hauptkontingent des Waldfürsten und sind meistens schwergeschändet.
Elfen „Späher“
Ohnehin schon die dem Wald am nächsten stehenden Wesen, verändern sich Elfen äußerlich kaum. Sie weisen lange Zeit lediglich einige wenige Hautveränderungen auf, und lange, bevor sie tatsächlich wahnsinnig werden, erliegen sie dem Willen des Waldfürsten. Sie werden deshalb oft als Späher eingesetzt. Ihr einziger körperlicher Vorteil ist, dass sie nicht mehr bluten – die Wunden werden schnell von einem harzähnlichen Film verschlossen.
Zwerge „Wächter“
Eine Zwergenmutation ist schwer und ungewöhnlich – sie sind so sehr mit dem Element Erde verhaftet, das sie sich schwer mit der Veränderung tun. Wenn sie aber mutieren, sind sie mit die gefährlichsten Geschändeten. Sie sind in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt, kräftig und extrem widerstandsfähig. Zudem sind sie als einzige Geschändete völlig magieimmun (was, bei Lichte betrachtet, ein eventuelles Ritual zur Ent-Schändung doch etwas erschweren könnte …).
Trolle „Behemoth“
Die Schlachtschiffe unter den Geschändeten. Behemoth sind ungemein stark, praktisch unzerstörbar und sehr langsam. Dazu haben sie äußerst starke Regeneration. Sie sind praktisch wandelnde Festungen.

 

Geschändete

 

Geschändete Tiere

Auch Tiere können einen Setzling erhalten und sind dann dem Waldfürsten untertan. Sie erhalten eine diabolische Intelligenz, die sie zu äußerst hinterhältigen und geschickt agierenden Taktikern macht. Der Orden nennt sie „Jäger“.

Ein besonderes Beispiel ist hier das Rudel mit Setzlingen befallener Waldwölfe, das im langen Winter vor einigen Jahren das Dorf Karrgas, die dortige Rotwehr und einen kompletten Zug Gildensöldner ausgelöscht hat. Diese Wölfe konnten erst durch einen Khardin Marzes mit Sharagor- und Ordenskriegerunterstützung gestellt und vernichtet werden.

Jäger

 

Vergelter

 „… biegende Äste, rauschendes Blattwerk, kräftige Wurzeln, die tief in dunkler Erde ruhen. Unter den Gräsern liegt unsere Kraft, Wurzel und Ast bringen uns Stärke, der Schmerz ist nicht unser. Wir bringen dem Gezücht die Freiheit des Lebens. In unserem Sinne liegt nicht der Tod, sondern das unbegrenzte Leben…“

Unbekannter Vergelter beim Angriff auf den Ort Kurrachta

Die Vergelter sind die Offiziere des Waldfürsten, sie entsprechen in etwa den Templern oder Paladinen anderer Religionen. Ihnen wird bewusst genug Eigenintelligenz belassen, dass sie das Heer koordinieren können. Trotzdem haben sie Zugriff auf das Geflecht des Fürsten, können sich daraus mit Kraft und Informationen versorgen. Zudem sind sie meistens exzellente Krieger, die allesamt über klerikale Zauberkraft verfügen.

 

Verkünder

„… ich glaube, wir müssen uns einmal ernsthaft über unsere Personalpolitik unterhalten.“

Der Erste Verkünder im Gespräch mit einem Söldner-Hauptmann, der Gefangene entkommen ließ

Die eigentlichen Priester des Waldfürsten sind gleichzeitig auch die eigentlichen Heerführer. Ähneln die Prediger mehr den Preadin, so sind die Verkünder mehr wie die Oradin oder gar wie die Khardin. Wichtige Operationen sind fast allesamt unter der Leitung eines Verkünders, obwohl es nicht allzuviele gibt. Sie gliedern sich in Rangfolgen auf – Anführer und Kopf des Klerikalen Glaubens ist immer der Erste Verkünder. Stirbt ein Verkünder, rücken alle nachfolgenden auf. Ein Vergelter wird dann zum Verkünder befördert, sobald sich ein Veredelter Setzling ergibt.

Verkünder sind Killer. Sie verfügen über eine umfangreiche Kampfausbildung, ausgeprägte magische Fähigkeiten und diverse Immunitäten.